CompuRama ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein für Elektro- und Technikgeschichte. Die Sammlung reicht von Computern und Spielkonsolen über Röhrenradios, Telefone und Schreibmaschinen bis zu weiteren Geräten, die Arbeit, Kommunikation und Freizeit über Jahrzehnte geprägt haben.

Geräte bewahren – Zusammenhänge erhalten

Mit einem alten Gerät verschwinden häufig auch Zubehör, Handbücher, Software, Reparaturwissen und persönliche Geschichten. CompuRama sammelt deshalb nicht nur einzelne Objekte. Der Verein versucht, ihren Nutzungskontext zu dokumentieren: Wer arbeitete damit? Welche Fähigkeiten waren nötig? Was kostete das Gerät? Welche Veränderung brachte es in den Alltag?

Diese Informationen machen aus einem Gegenstand ein Stück Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte.

Vom Röhrenradio bis zum Heimcomputer

Elektrogeschichte ist breiter als Computergeschichte. Radios veränderten den Zugang zu Information und Unterhaltung. Telefone machten Kommunikation unmittelbarer. Schreibmaschinen prägten Büroarbeit und Schriftkultur. Konsolen und Heimcomputer brachten interaktive Technik in private Haushalte.

Die Sammlung zeigt diese Entwicklung nicht als geraden Fortschritt. Manche neue Geräte waren leistungsfähiger, aber schwerer zu reparieren. Manche Bedienkonzepte verschwanden und kehrten in anderer Form zurück.

Funktionierende Technik vermittelt mehr

Wo es möglich und verantwortbar ist, sollen Geräte nicht nur in einer Vitrine stehen. Eine Tastatur zu benutzen, den Startvorgang eines alten Computers zu erleben oder den Klang eines Radios zu hören, schafft einen anderen Zugang als ein Foto. Vorführungen machen technische Grenzen und damalige Lösungen unmittelbar verständlich.

Ein Ort für Generationen

Jüngere Menschen entdecken Technik, die ihnen fremd ist. Ältere Menschen erkennen Geräte aus Ausbildung, Beruf oder Familie wieder. Daraus entstehen Gespräche, in denen technisches Wissen und persönliche Erinnerung zusammenkommen.

CompuRama versteht diese Begegnung auch als Bildungsarbeit. Technikgeschichte schärft den Blick für Reparierbarkeit, Ressourcen, Standards, Medienwandel und die Frage, welche Fähigkeiten moderne Systeme sichtbar oder unsichtbar machen.

Wer Technikgeschichte bewahrt, bewahrt nicht nur Geräte, sondern Erfahrungen darüber, wie Menschen gearbeitet, kommuniziert und gelernt haben.